PSYCHOTHERAPIE


"Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen." Konfuzius

In unserer heutigen Zeit wird dauerhafter Stress, Leistungs- oder Zeitdruck für selbstverständlich gehalten. Menschen, die massiv unter Stress leiden, fühlen sich von ihrer Umwelt daher oft nicht verstanden und erleben sich als „nicht belastbar“ eingestuft.

 

Die Überzeugung, „funktionieren“ zu müssen und Ängste, z.B. davor, den Arbeitsplatz zu verlieren, sorgen dafür, dass an Bekanntem, obwohl Belastendem festgehalten wird. So können erste Anzeichen und spätere deutlichere Symptome eines Burnout-Syndroms („Ausgebranntsein“) übersehen werden.


Zusätzlich können Schicksalsschläge, langanhaltende Konflikte oder Trennungen nahezu jeden aus der Balance bringen.


WAS BEDEUTET PSYCHOTHERAPIE?

Psychotherapie zielt auf eine Linderung bzw. Heilung von Symptomen ab und somit auf eine Wiederherstellung von Selbstwirksamkeit und seelischem Wohlbefinden. Unterschiedliche Verfahren der Psychotherapie können helfen, die Auseinandersetzung mit inneren oft unbewussten Denk-, Gefühls- und Verhaltensmustern sowie der Körperwahrnehmung zu fördern, um alternative stresslösende Problembewältigungsstrategien zu entwickeln.


MEINE BEHANDLUNGSSCHWERPUNKTE

Burnout-Syndrom, Erschöpfungszustände, Depressionen, Ängste, Zwänge, psychosomatische Beschwerden, Schlafprobleme, Schwierigkeiten bei der Anpassung an veränderte Lebensumstände/Ereignisse, Akute Krisen, Schwierigkeiten in Beziehungen mit anderen Menschen

WAS IST DAS BURNOUT-SYNDROM?

Nicht immer kommt dem Stress-Phänomen Burnout bereits Krankheitswert zu und offiziell findet sich der Begriff nicht in den geltenden Klassifikationssystemen des Gesundheitssystems wieder. In einigen Fällen kann es jedoch dazu führen, dass sich daraus ernstzunehmende psychische Störungen entwickeln, die einer professionellen Behandlung durch Psychotherapie bedürfen. Burnout beschreibt keinen gewöhnlichen situativen Alltagsstress oder vorübergehende Belastungsphasen, sondern vielmehr einen meist langen und langsamen Prozess des zunehmenden Selbst-Verlusts bzw. den Endpunkt der totalen seelischen und körperlichen Erschöpfung.

 

Im Burnout-Prozess dominieren anfangs noch Tatendrang und Leistungswunsch; im Verlauf kann es jedoch zu verstärkten Anstrengungen, einer fortschreitenden Vernachlässigung eigener Bedürfnisse und Verdrängung von Konflikten, zum zunehmenden Rückzug von den Mitmenschen, da soziale Kontakte als zusätzlich belastend erlebt werden, verstärktem Zynismus, innerer Leere bis zur Depression und totalen Erschöpfung kommen. Am Ende steht oft: Nichts geht mehr.


WELCHE STÖRUNGSBILDER KÖNNEN SICH DAHINTER VERBERGEN?

Nach einer aktuellen Studie der DAK, (Gesundheitsreport 2017) ist die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen 2016 erneut angestiegen. Die Entwicklung in dieser Gruppe der Erkrankungen ist von großer Bedeutung, denn sie steigt seit vielen Jahren kontinuierlich an, lag im Jahr 2006 beispielsweise bei 121,7 und im Jahr 2016 nunmehr bei 246,2 Arbeitsunfähigkeitstagen. Psychische Störungen rangieren nach Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 17,1% damit erstmals auf Platz 2 des Ausfalltage-Volumens. Neben Depressionen spielen bei den Fehltagen nach psychischen Einzel-Diagnosen 2016 an zweiter Stelle Neurasthenie (Erhöhte Müdigkeit / Erschöpfungssyndrom) eine gewichtige Rolle, gefolgt von Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen, Angststörungen und somatoformen Störungen, insbesondere bei Frauen.


WELCHE SYMPTOME SIND DAFÜR TYPISCH?

Die typischen Symptome eines Burnout-Syndroms können sehr vielgestaltig sein und sich in mehreren Bereichen zeigen: 

 

SEELISCHE SYMPTOME: Selbstzweifel, Schuldgefühle, Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit, Unruhe, Anspannung, aggressive Impulse, Weinen, depressive Verstimmung, Hoffnungslosigkeit, u.a. 

 

VERHALTENSÄNDERUNGEN: Übersteigerte Aktivität, Getrieben-Sein, Desorganisierung, Ungeduld, Unbeherrschtheit, erhöhter Konsum von Alkohol oder anderen Suchtmitteln, Zögern, Hinausschieben, sozialer Rückzug u.a. 

 

VERÄNDERUNGEN IN DEN EINSTELLUNGEN/DER HALTUNG: Zynismus, Gleichgültigkeit gegenüber den Mitmenschen, Pessimismus, Verlust der Motivation, Resignation u.a.  

 

KÖRPERLICHE SYMPTOME: Erschöpfung, Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitverlust, Verdauungsprobleme, Schlafprobleme, Herzbeschwerden, erhöhter Blutdruck, Engegefühl in Hals und Brust, Schmerzzustände, Verspannungen, gynäkologische und urogenitale Beschwerden, sexuelle Probleme, Schwindel, Kribbeln, Taubheitsgefühle, Tinnitus, u.a.

 

Ich helfe Ihnen gerne zu klären, ob ich für Sie die geeignete Ansprechpartnerin bin. Zur Absicherung möglicher organischer Ursachen und deren Behandlung arbeite ich in enger Kooperation mit Ärzten und Heilpraktikern zusammen.